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Phoenix Mecano im 1. Halbjahr 2014: Umsatz auf Vorjahreshöhe – Sonderfaktoren und Aufbaukosten für neue Geschäftsfelder belasten Betriebsergebnis – Industriemärkte Europa uneinheitlich, Asien und Amerika mit positiver Tendenz

15. August 2014
 
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Medieninformation

 

Phoenix Mecano im 1. Halbjahr 2014: Umsatz auf Vorjahreshöhe – Sonderfaktoren und Aufbaukosten für neue Geschäftsfelder belasten Betriebsergebnis – Industriemärkte Europa uneinheitlich, Asien und Amerika mit positiver Tendenz

 

Stein am Rhein/Kloten 15. August 2014. Phoenix Mecano, führender Spezialist für Gehäusetechnik und Industriekomponenten, bewegte sich im ersten Halbjahr 2014 in einem von Licht und Schatten geprägten Marktumfeld. Die wichtigen Industriemärkte für Maschinenbau und Elektrotechnik in Europa verzeichneten eine Seitwärtstendenz mit leicht positiven Vorzeichen in Europa. In Asien und Nordamerika konnten Zuwächse erzielt werden. Im Bereich Antriebskomponenten für Komfortmöbel und Spital-/Pflegebetten (Sparte Mechanische Komponenten) zeigte sich nach zwei sehr starken Jahren im wichtigen Markt Amerika eine Abschwächung im zweiten Quartal 2014. Die Neuausrichtung der Sparte ELCOM/EMS wird weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben und belastete erwartungsgemäss die Erfolgsrechnung des ersten Halbjahres.

 

Der konsolidierte Bruttoumsatz lag mit €256,1 Mio. praktisch auf Vorjahreshöhe (2013: €256,3 Mio.). Unter Ausklammerung der Effekte aus Veränderungen im Konsolidierungskreis resultierte ein Rückgang um 0,8%. Negative Währungseffekte führten zu einer Belastung des Umsatzes in Euro von -1,6%.

 

Der Nettoumsatz belief sich auf €253,6 Mio. (Vorjahr: €253,9 Mio.). Der Auftragseingang bildete sich um -3% auf €254,9 Mio. zurück, entsprechend einer Book-to-Bill Ratio von 99,5%. Dies deutet auf eine Fortsetzung der Seitwärtstendenz in den kommenden Monaten hin.

 

Das Betriebsergebnis ging um 10,8 % auf €17,4 Mio. zurück. Das ist in erster Linie auf eine Reihe von Sonderfaktoren mit einmaligem Charakter zurückzuführen. Die auf die Industriemärkte ausgerichtete Sparte Gehäusetechnik konnte ihre Marge leicht erhöhen. Im Bereich DewertOkin (Sparte Mechanische Komponenten) führten hingegen erhöhte Kosten aus Patentstreitigkeiten und Abwertungen auf Vorratsbeständen wegen kundenseitig verursachter Projektverzögerungen zu einem leichten Rückgang der Betriebsmarge. Belastet wird das Betriebsergebnis ebenfalls durch die Aufbaukosten neuer Geschäftsfelder im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Sparte ELCOM/EMS.

 

Der betriebliche Cashflow reduzierte sich um 3,7% auf €28,7 Mio. (Vorjahr: €29,7 Mio.)

 

Das Periodenergebnis nach Steuern belief sich auf € 11,4 Mio. nach €13,8 Mio. im Vorjahr, was einer Reduktion um 17,5% entspricht. Zu diesem gegenüber dem Betriebsergebnis stärkeren Rückgang trug hauptsächlich eine erhöhte Steuerquote bei, verursacht durch einen ungünstigeren Mix der Ergebnisbeiträge aus Ländern mit unterschiedlich hoher Steuerbelastung. Die effektive Steuerquote lag bei 30,6% nach 25,4% im Vorjahr.

 

Die Nettoverschuldung erhöhte sich von €12,4 Mio. per 30. Juni 2013 auf €20,1 Mio. und lässt weiterhin genügend Spielraum für Wachstumsinvestitionen und die Fortsetzung der langfristigen Dividendenpolitik.

 

Entwicklung der Sparten

 

Die Sparte Gehäusetechnik steigerte den Bruttoumsatz um 3,9% und beendete damit den Negativtrend der letzten beiden Jahre. Die Betriebsergebnismarge erhöhte sich auf 15,3% nach 13,5% im Vorjahr. Herausfordernd zeigt sich weiterhin der Markt für Folientastaturen und Touchscreensysteme aufgrund der massiven technischen Veränderungen, die für Schnittstellenintegrationsdienstleister wie Phoenix Mecano eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen. Geographisch überzeugten vor allem die Überseemärkte in Nordamerika und Asien. Die auf Kunststoffelektronikgehäuse spezialisierte Tochtergesellschaft Bopla konnte eine neue Standardgehäuseserie erfolgreich in den Markt einführen. Diese wurde auf die speziellen Anforderungen der heutigen Touchscreensteuerungen optimiert und ist überdies besonders wartungsfreundlich aufgebaut.

 

Die SparteMechanische Komponenten ist mit dem Produktbereich Rose+Krieger im Bereich der industriellen Automationstechnik tätig. Der Produktbereich DewertOkin liefert Steuerungs- und Antriebslösungen für elektrisch verstellbare Komfortmöbel und Spital-/Pflegebetten. Die Sparte registrierte im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatzrückgang um 1% von €120,1 Mio. auf €118,9 Mio. Auch in diesem Bereich zeigte sich das Industriegeschäft mit linearen Positioniersystemen und Aluminiumprofil-Montagesystemen vergleichsweise robust. Der in den vergangenen Jahren stark wachsende Bereich DewertOkin sah sich hingegen im zweiten Quartal 2014 mit Projektverzögerungen und reduzierter Nachfrage der Endmärkte, insbesondere im wichtigen US-amerikanischen Markt, konfrontiert.

 

Die Sparte ELCOM/EMS verzeichnete einen Umsatzrückgang um 4,1%. Innerhalb der drei Hauptproduktbereiche der Sparte fiel die Entwicklung dabei unterschiedlich aus. Elektromechanische Bauteile agierten in einem insgesamt stabilen Marktumfeld. Besondere Herausforderungen ergeben sich bei diesen Komponenten (Schalter, Steckverbinder) durch die erhebliche Lohninflation in der Volksrepublik China, die in Zukunft durch erhöhte Investitionen in teilautomatisierte Prozesse in Südchina aufgefangen werden soll. Diese grundsätzlich begrüssenswerte Entwicklung wird in den kommenden zwei Jahren erhöhte Investitionen und Kosten im tiefen einstelligen Millionenbereich verursachen. Bereits im ersten Halbjahr 2014 resultierte aus dieser Umstellung eine Belastung von rund €1 Mio.

 

Electronic Packaging entwickelte sich im Bereich der allgemeinen Industrie stabil. Schwieriger gestaltete sich das Umfeld bei Projekten für physikalische Forschung und Sicherheitsindustrie, da sich einige Grossprojekte verzögerten.

 

Bei Power Quality wurden erhöhte Aufwendungen für den Ausbau des Vertriebsnetzwerkes und des Produktportfolios von Messwandlern getätigt. In diesem Zusammenhang gelang Phoenix Mecano zum 1.7.2014 die Übernahme des im Markt gut eingeführten Spezialisten für Schalenwandler in Niederspannungsanwendungen, Redur Messwandler GmbH in Merzenich (D). Redur erzielte im Jahre 2013 einen Umsatz von €3 Mio mit einem positiven Betriebsergebnis. In den nächsten zwei Jahren plant Phoenix Mecano für diesen Bereich weitere Ausbauschritte durch den Aufbau interner Kapazitäten sowie möglicherweise auch weiterer Ergänzungsakquisitionen.

 

Ausblick

 

Die industriellen Frühindikatoren sind weltweit weiterhin mehrheitlich im positiven Bereich. Allerdings sind in der Eurozone, insbesondere im für Phoenix Mecano wichtigsten Markt Deutschland, in letzter Zeit vermehrt Zweifel an diesen positiven Prognosen aufgekommen. Beispielsweise blieb der für Deutschland und Europa wichtige IFO-Index im Juli 2014 recht deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ebenfalls zeigt der US-amerikanische Markt für elektrisch verstellbare Komfortmöbel nach mehreren Boomjahren Schwächen, die in Dauer und Umfang aus heutiger Sicht schwer prognostizierbar sind.

 

Auch die Neuausrichtung der Sparte ELCOM/EMS in Verbindung mit der Integration der Ergänzungsakquisitionen Phoenix Mecano SMS und Redur (beide Messwandlertechnik) bringen eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Konzernleitung und Verwaltungsrat der Gruppe sind jedoch von der mittel- und langfristigen Strategie und der Attraktivität der Zielmärkte für diese Sparte überzeugt. Der Ausbau und die Anpassung der Stromnetze auf den veränderten Energiemix der kommenden Jahre machen erhebliche Investitionen notwendig, die für Phoenix Mecano attraktive Wachstumschancen bieten werden.

 

Für das laufende Jahr erscheint vor dem Hintergrund dieser Einschätzungen ein Umsatz der Gruppe im Bereich des Vorjahres und ein um Einmalbelastungen und Aufbaukosten für neue Geschäftsfelder bereinigtes Betriebsergebnis auf Vorjahreshöhe realistisch. Einmalbelastungen und Aufbaukosten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages werden für das Gesamtjahr voraussichtlich zu einem unbereinigten Ergebnis unter Vorjahr führen. Solche Sonderfaktoren werden im Sinne der langfristigen Dividendenpolitik jeweils nicht zur Bemessung der Ausschüttungshöhe berücksichtigt. Sollte sich der Aufschwung der Industriekonjunktur im Verlaufe des zweiten Halbjahres verstärken, würde sich dies auf die Gesamtjahresprognose der Phoenix Mecano-Gruppe positiv auswirken.

 

Der detaillierte Halbjahresbericht ist ab 15. August 2014 als PDF auf unserer Webpage www.phoenix-mecano.com/halbjahresberichte.html abrufbar.

 

Weitere Informationen:

Phoenix Mecano Management AG

Benedikt Goldkamp, CEO

Lindenstrasse 23

8302 Kloten

 

Tel.: +41 (0)43 255 4 255

 

info@phoenix-mecano.com

www.phoenix-mecano.com

 

 

Resultate 1. Halbjahr 2014 in Zahlen (in Mio EUR)

  
    
    
 

1-6 2013

1-6 2014

in %

 

-

-

-

    

Auftragseingang

262.7

254.9

-3.0

    
    
    

Bruttoumsatz

256.3

256.1

-0.1

    

davon Sparte:

   
    

Gehäusetechnik

82.0

85.2

3.9

   

 

Mechanische Komponenten

120.1

118.9

-1.0

    

ELCOM/EMS

54.2

52.0

-4.1

    
    

Nettoumsatz

253.9

253.6

-0.1

    
    

Betrieblicher Cashflow

29.7

28.7

-3.7

Marge

11.6%

11.2%

 
    
    
    

Betriebsergebnis

19.5

17.4

-10.8

Marge

7.6%

6.8%

 
    

davon Sparte:

   
    

Gehäusetechnik

11.1

13.0

17.2

 

13.5%

15.3%

 

Mechanische Komponenten

9.8

8.5

-13.1

 

8.1%

7.1%

 

ELCOM/EMS

0.8

-2.1

-344.1

 

1.6%

-4.0%

 

Sonstiges

-2.2

-2.0

7.9

    
    
    

Periodenergebnis

13.8

11.4

-17.5

Marge

5.4%

4.5%

 
 
Medieninformation (PDF)