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Ad Hoc

Einmalaufwendungen belasten Ergebnis, Investitionen in Technologien und Märkte konsequent fortgesetzt

15. February 2013
 

 

 

Medienmitteilung

 

 

Provisorischer Abschluss des Geschäftsjahres 2012 der Phoenix Mecano-Gruppe

 

Einmalaufwendungen belasten Ergebnis, Investitionen in Technologien und Märkte konsequent fortgesetzt

 

Kloten/Stein am Rhein, 15. Februar 2013. Der vorläufige konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,5% auf €500,5 Mio. Der ungeprüfte Nettoumsatz belief sich auf €495,6 Mio. Die positiven Währungseinflüsse lagen bei 1,7%. Unter Ausschluss von Veränderungen im Konsolidierungskreis betrug der Umsatzrückgang 6,2%. Hauptursachen für den rückläufigen Umsatz waren im Berichtsjahr der Einbruch im Markt für Photovoltaikkomponenten und die schwache Marktverfassung für industrielle Komponenten in Europa aufgrund der Staatsschuldenkrise. Die Märkte in Amerika und Asien zeigten sich hingegen in insgesamt stabiler Verfassung.

 

Der konsolidierte Auftragseingang belief sich im Berichtsjahr auf €506 Mio. entsprechend einer Book-to-Bill Ratio von 101,1%.

 

Betriebsergebnis, Periodenresultat

 

Das vorläufige Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 22% von 36,1 Mio. auf rund €28 Mio.

 

In diesem Resultat sind bereits die im September 2012 kommunizierten Einmalbelastungen aufgrund einer Abwertung von Anlagengegenständen und Verlusten auf Waren und Fertigungsmaterial des Geschäftes mit Photovoltaikkomponenten in Höhe von rund €8 Mio. enthalten. Hintergrund hierfür ist neben der allgemeinen Marktschwäche im Photovoltaikbereich die Kündigung einer mehrjährigen Liefervereinbarung eines Grosskunden. Im Industriegeschäft drückten der moderate Umsatzrückgang bei gleichzeitig hohem Fixkostenanteil, ungünstige Produktmixveränderungen und ein vergleichsweise hoher Tarifabschluss im wichtigen Markt Deutschland auf die Marge.

 

Die Betriebsergebnismarge erreichte gemäss ungeprüften Zahlen 5,6% nach 6,8% im Vorjahr. Unter Ausklammerung der Einmaleffekte betrug die EBIT-Marge 7,2%.

 

Der vorläufige betriebliche Cashflow (EBITDA) verminderte sich um 20% auf rund €54,5 Mio. Gemäss den noch nicht auditierten Zahlen resultierte ein Periodenergebnis von etwa €18 Mio.

 

Entwicklung der Sparten

 

Die Sparte Gehäusetechnik blieb die ertrags- und margenstärkste Sparte der Gruppe. Allerdings agierte sie in einem anspruchsvollen Umfeld. Die Staatsschuldenkrise in Europa drückte auf die Investitionsbereitschaft der exportorientierten Kunden in wichtigen Märkten wie Deutschland und der Schweiz. Die Mittelmeerstaaten der Eurozone rutschten in die Rezession. Reduzierte Nachfrage und ein erhöhtes Mass an Insolvenzen von Kunden waren die Folge. Die wirtschaftliche Abkühlung in China führte zu Projektverzögerungen in den Bereichen erneuerbare Energien und Werkzeugmaschinenbau. Positiv entwickelte sich weiterhin der Bereich explosionsgeschützte Gehäuse für die Öl&Gas-Industrie, insbesondere in Asien und Russland. In Nord- und Südamerika verlief das Geschäft stabil.

 

Der Bereich Mechanische Komponenten erzielte leichte Steigerungen bei Umsatz und Ertrag in den Märkten für elektromotorisch verstellbare Komfort- und Pflegemöbel sowie Medizintechnik (DewertOkin). Dabei konnten insbesondere in den Regionen Asien und Nordamerika Zuwächse erwirtschaftet werden. In den Investitionsgütermärkten (RK Rose&Krieger) wirkte hingegen vor allem die abgeschwächte Konjunktur in Europa belastend.

 

Die Sparte ELCOM/EMS musste in 2012 den markanten Rückgang der Nachfrage in den Märkten für erneuerbare Energien, speziell Photovoltaik, verkraften. Hinzu kam für Phoenix Mecano die kundenseitige Kündigung einer langfristigen Liefervereinbarung für in Solarwechselrichtern einsetzbare Drosseln und Transformatoren. Auch elektrotechnische Komponenten für allgemeine Industrieanwendungen waren von der schwachen Konjunktur in Europa negativ betroffen. Positiv entwickelte sich die Nachfrage nach Hochleistungsstromversorgungen für Wissenschaft und Forschung in USA.

 

Aussichten

 

Die allgemeine Industriekonjunktur hat sich im Verlauf des zweiten Halbjahres 2012 abgekühlt. Branchen wie die Automobilindustrie, Photovoltaik, aber auch Teile des allgemeinen Maschinenbaus äussern sich vorsichtig zu ihren Erwartungen für 2013. Gleichzeitig haben aber verschiedene Frühindikatoren wieder angezogen, befeuert durch die steigende Zuversicht, dass die Eurozone ihre Staatsschuldenprobleme zumindest kurzfristig besser in den Griff bekommen hat. Sollte sich diese Zuversicht über einen längeren Zeitraum halten, so spricht Vieles für eine allmähliche Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes für Investitionsgüter in 2013. Phoenix Mecano bleibt zunächst vorsichtig in ihren Erwartungen. Der Fokus unserer Investitionsentscheidungen liegt auf der langfristigen Verbesserung unserer Prozesse und Marktpositionen. In das laufende Jahr 2013 ist die Gruppe nach dem schwachen zweiten Halbjahr 2012 insgesamt solide gestartet. Optimierungsprojekte wie die Verlagerung der Logistikprozesse von DewertOkin (Deutschland) nach Ungarn und der Aufbau einer Produktion von elektromechanischen Bauteilen in Südchina (Akquisition Bond Tact) werden konsequent fortgesetzt. Die hervorragende Eigenmittelausstattung mit über 60% Eigenkapital lässt auch weiterhin strategische Ergänzungsakquisitionen zu. Das bis 2015 laufende Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 10% der ausstehenden Aktien wird fortgesetzt. Die Dividendenfähigkeit kann auch im aktuellen, herausfordernden Umfeld als langfristig gesichert angesehen werden.

 

Nächste Termine:

 

Bilanzmedienkonferenz

 25. April 2013

09.30 h Widder Hotel, Zürich

Finanzanalystenkonferenz

 25. April 2013

11.30 h Widder Hotel, Zürich

 

 

Weitere Auskünfte:

 

Phoenix Mecano Management AG

Benedikt Goldkamp / CEO

Lindenstrasse 23, CH-8302 Kloten

Telefon: +41 (0)43 255 4 255

info@phoenix-mecano.com

www.phoenix-mecano.com

 

 

 

Phoenix Mecano ist ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen der Gehäusetechnik und industrieller Komponenten.