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Phoenix Mecano im 3. Quartal 2011: weiterhin auf Wachstumskurs

01. November 2011
 

 

 

Medienmitteilung

 

Phoenix Mecano im 3. Quartal 2011: weiterhin auf Wachstumskurs

 

Stein am Rhein/Kloten, 1. November 2011. Phoenix Mecano, ein führender Hersteller von Gehäusen und industriellen Komponenten, liegt nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 weiterhin auf Wachstumskurs. Umsatz, Auftragseingang und Betriebsergebnis übertrafen jeweils das Vorjahresniveau, lediglich das Reinergebnis bildete sich aufgrund eines schwächeren Finanzergebnisses leicht zurück. Die Industriemärkte präsentieren sich insgesamt weiterhin in robuster Verfassung. Die zunehmende Vorsicht auf Kundenseite schlägt sich allerdings zuletzt in einem leicht abgeschwächten Auftragseingang nieder. Die erhoffte Erholung im Photovoltaikmarkt blieb im dritten Quartal aus.

 

Der konsolidierte Bruttoumsatz stieg nach 9 Monaten um 6,3% von €385,7 Mio. auf €410,2 Mio. Unter Berücksichtigung von Veränderungen im Konsolidierungskreis ergibt sich ein Wachstum von 2,5%.Währungseinflüsse waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen. Der Auftragseingang legte um 1,8% von €400,6 Mio. auf €407,7 Mio. zu. Der betriebliche Cashflow erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 4,4% auf €59,5 Mio. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 2,6% auf €44,9 Mio. Dies entspricht einer Betriebsergebnismarge von 10,9%.

 

Das Periodenergebnis nach Steuern reduzierte sich aufgrund des verschlechterten Finanzergebnisses um 3,7% auf €33,0 Mio. nach €34,3 Mio. im Vorjahr.

 

Solides Industriegeschäft, schwache Photovoltaik

 

Der Umsatz der Sparte Gehäusetechnik erhöhte sich im Berichtszeitraum um 16,2% auf €128,6 Mio. nach €110,7 Mio. im Vorjahr. In robuster Verfassung präsentierten sich insbesondere die Märkte Maschinenbau und Öl&Gas sowie geographisch die Märkte Deutschland und China. Zunehmend vorsichtig agieren inzwischen Kunden im Bereich Industrieelektronik. Eine deutliche Abkühlung ist jedoch zurzeit noch nicht erkennbar.

 

In der Sparte Mechanische Komponenten stieg der Umsatz um 13,3% auf €168,6 Mio. Dabei zeigte sich vor allem das Industriegeschäft weiterhin in guter Verfassung. Die Branchen Sondermaschinenbau und Automatisierungstechnik entwickelten sich im laufenden Jahr besonders erfreulich. Aus geographischer Sicht ist vor allem die solide Konjunktur im Hauptmarkt Deutschland hervorzuheben. Der Markt für Linearantriebe in Medizin- und Pflegetechnikanwendungen verhielt sich im laufenden Jahr relativ stabil, wenn auch mit leicht rückläufiger Tendenz. Die angespannte Lage an den internationalen Finanzmärkten wirkt sich negativ auf die Investitionstätigkeit öffentlicher und privater Betreiber von Spitälern sowie Alten- und Pflegeheimen aus. Im Markt für Linearantriebe in Komfortmöbelanwendungen, insbesondere bei motorisch verstellbare Betten und Sitzmöbel, steht einer schwachen Konjunktur in Europa ein dynamisches Wachstum in USA gegenüber. Durch den Einsatz von standardisierten Komponenten und Fertigungskapazitäten in China wächst im US-Markt zunehmend das Angebot im mittleren und unteren Preissegment. Die konsumentenfreundliche Preispolitik der US-Möbelketten und –hersteller macht diese Produkte zunehmend massentauglich. Sie ermöglicht ein Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich trotz der für amerikanische Konsumenten schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

 

In der Sparte ELCOM/EMS verhinderte das schwache Solargeschäft eine ansonsten stabile Entwicklung. Insgesamt ging der Umsatz um 9,4% auf €113,0 Mio. zurück.  Insbesondere in dieser Sparte zeigt sich in der Bestelltätigkeit der Industriekunden eine zunehmende Zurückhaltung. Dies gilt inzwischen auch für den in den vergangenen Jahren sehr dynamischen Markt China.

 

Die unbefriedigende Geschäftsentwicklung und sich abzeichnende Veränderungen in der Wettbewerbssituation bei Komponenten für Photovoltaikwechselrichter, hauptsächlich Ringkerntransformatoren und Drosseln, werden im Konzernabschluss 2011 möglicherweise eine Wertberichtigung auf  immaterielle und materielle Vermögenswerte in einer Grössenordnung von bis zu €12 Millionen erforderlich machen. Diese Abwertung würde sich gemäss Rechnungslegungsstandard IFRS auf die Finanzerfolgsrechnung und das Eigenkapital auswirken. Die Wirkung wäre einmalig und nicht liquiditätsrelevant. Eine solche allfällige Wertberichtigung würde sich gemäss Ausschüttungspolitik der Phoenix Mecano nicht auf die Festlegung der Dividende für das Jahr 2012 auswirken.

 

Ausblick

 

Phoenix Mecano erwartet für das Geschäftsjahr 2011 weiterhin eine insgesamt positive Entwicklung. Aufgrund der schwachen Verfassung des Marktes für Photovoltaikkomponenten und der Auswirkungen der Verschuldungskrise bei Staaten und Banken auf die Realwirtschaft sehen wir ein Übertreffen der Vorjahreswerte bei Bruttoumsatz und Betriebsergebnis nicht mehr als gesichert an. Neu erwarten wir daher einen Bruttoumsatz und ein Betriebsergebnis in der Grössenordnung des Vorjahres. Ein allfälliges Impairment im Bereich der Komponenten für Solarwechselrichter ist hierbei nicht berücksichtigt. Für das Jahr 2012 erwarten wir ein anspruchsvolles Umfeld. Die Visibilität ist aufgrund der Schuldenkrise stark eingeschränkt und wird sich möglicherweise auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden auswirken. Allerdings gibt es zurzeit keine Hinweise auf eine Rezession. Wichtige Märkte wie der Maschinenbau erwarten nach Einschätzung der Branchenverbände sogar ein erneutes Wachstum für 2012.

 

 

Phoenix Mecano ist für Wachstums- und Rezessionsszenarien gleichermassen gut gerüstet. Die weiterhin hohe Eigenkapitalquote von über 60%, die ausgezeichnete Liquidität und vor allem unsere ausgeprägte Wettbewerbsfähigkeit, verbunden mit führenden Marktpositionen in allen drei Sparten, lässt uns auch im jetzigen Umfeld mit Zuversicht nach vorne blicken.