Detailseite

Ad Hoc

Provisorischer Abschluss des Geschäftsjahres 2009 der Phoenix Mecano-Gruppe

18. February 2010


Medienmitteilung

(frei zur Publikation)


Provisorischer Abschluss des Geschäftsjahres 2009 der Phoenix Mecano-Gruppe



Kloten/Stein am Rhein, 18. Februar 2010. Der vorläufige konsolidierte Bruttoumsatz  der Phoenix Mecano-Gruppe ging in 2009 um 4,9% von €417,3 Mio. auf €396,9 Mio. zurück. Währungsbereinigt reduzierte sich der Bruttoumsatz um 4,8%. Bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungkreis betrug der Rückgang 18,7%. Im vierten Quartal 2009 erreichte das Umsatzwachstum ein Plus von 17% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008. Der konsolidierte Auftragseingang im Gesamtjahr 2009 belief sich auf €407,5 Mio. Damit lag die Book-to-Bill Ratio, getrieben durch den erhöhten Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2009, bei 103%.


Betriebsergebnis, Periodenresultat

Der vorläufige Betriebsgewinn (EBIT) reduzierte sich um 68% von €42,8 Mio. auf rund €13,5 Mio. Die Marge lag damit bei 3,4% nach 10,3% im Vorjahr. Ursache war das durch die Weltwirtschaftskrise bedingte geringere Geschäftsvolumen sowie geplante Integrations- und Restrukturierungskosten von rund €5 Mio. im Zusammenhang mit dem Erwerb von Teilen des insolventen ehemaligen Wettbewerbers Okin.

Der betriebliche Cashflow (EBITDA) ging um 47% von €59,3Mio. auf rund €31,5 Mio. zurück. Gemäss den noch nicht auditierten Zahlen resultierte ein Periodenergebnis von ca. €11,5 Mio. Dies entspricht einem Rückgang von 62% gegenüber Vorjahr.

 

Entwicklung der Sparten

Die Sparte Gehäusetechnik, die einen erheblichen Teil der Umsätze im Investitionsgütersektor erzielt, wurde von der Weltwirtschaftskrise klar beeinträchtigt. Zur Stabilität trugen die neuen Zielmärkte erneuerbare Energien sowie Öl&Gas bei. Auch die Bahn- und die Medizintechnik waren vom schwierigen Umfeld wenig betroffen. Aufgrund der Kosteneinsparungen, welche die flexible Organisation erreichte, konnte ein in Anbetracht der Umstände befriedigendes Resultat erzielt werden.

 

In der Sparte Mechanische Komponenten ging das Industriegeschäft marktbedingt deutlich zurück. Linearachsen, Profilmontagesysteme und Rohrverbindungselemente für Sondermaschinenbau und Automationstechnik kommen hauptsächlich als Komponenten im Investitionsgüterbereich zum Einsatz. Hier war das Geschäftsvolumen vor allem im Hauptmarkt Europa deutlich rückläufig.

Nur teilweise traf die Krise den Bereich Linearantriebe für den Spital-, Pflege- und Komfortmöbelbereich. Den Betriebverlust der Sparte verursachten hauptsächlich die geplanten Sonderkosten der Integration von Okin. Im Zuge der Integration wurde der Bereich Dewert konsequent auf den Medizintechnik- und Pflegemarkt ausgerichtet, während Okin als gut eingeführte Marke das Komfortmöbelsegment bedient. Im laufenden Jahr 2010 wird die Integration abgeschlossen. Phoenix Mecano erreicht durch die neue Struktur mit Dewert und Okin eine führende Stellung in diesem Marktsegment in Europa, Asien und Amerika.

 

Die Sparte ELCOM/EMS war einerseits durch den Rückgang der Industriemärkte in Europa und USA einem sehr schwierigen Umfeld ausgesetzt. Andererseits konnte aber der Bereich Datatel, der Transformatoren und Drosseln für Solarwechselrichter herstellt und vertreibt, insbesondere im zweiten Halbjahr eine sehr positive Entwicklung verzeichnen. In diesem dynamischen Wachstumsmarkt wird Phoenix Mecano 2010 erhebliche Wachstumsinvestitionen tätigen, um die steigende Nachfrage nach innovativen und hochqualitativen Produkten auch in Zukunft optimal erfüllen zu können.

 

Ausblick

Die Anzeichen mehren sich, dass die schwerste Wirtschaftskrise seit den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts ihren Tiefpunkt in einigen Zielmärkten der Phoenix Mecano Gruppe hinter sich gelassen hat. Allerdings sind wichtige Segmente wie der Maschinenbau sowie die Mess- und Regeltechnik, in denen Phoenix Mecano traditionell stark verankert ist, noch ein gutes Stück von der Rückkehr zur Normalität entfernt. Erfreulicherweise gewinnen die Bereiche Medizin- und Möbeltechnik sowie erneuerbare Energien derzeit erheblich an Bedeutung für die Gruppe und sorgen für einen willkommenen Ausgleich der Marktschwäche in den zyklischen Branchen. Für 2010 sind erste Erholungsanzeichen auszumachen. Im Photovoltaiksektor ist eine Umsatzsteigerung von rund €30 Mio. in 2009 auf €60-80 Mio. in 2010 möglich. Durch die neue Aufstellung der Gruppe gehen wir davon aus, dass bei einem echten Aufschwung ab 2011 die Umsätze und Ergebnisse der guten Jahre 2007 und 2008 übertroffen werden können. Für 2010 erwarten wir zunächst eine Umsatzsteigerung von mindestens 10% sowie eine Verbesserung des Nettoresultates auf mindestens €20Mio.