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Ad Hoc

Umsatz auf Rekordniveau, Einmalbelastungen drücken auf Rentabilität, Aussichten 2012 intakt

17. February 2012
 

 

 

Medienmitteilung

 

Provisorischer Abschluss des Geschäftsjahres 2011 der Phoenix Mecano-Gruppe

 

Umsatz auf Rekordniveau, Einmalbelastungen drücken auf Rentabilität, Aussichten 2012 intakt

 

Kloten/Stein am Rhein, 17. Februar 2012. Der vorläufige konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe stieg im Berichtsjahr 2011 um 5,6% von €501,6 Mio. auf €529,8 Mio. Positive Wechselkurseffekte trugen lediglich 0,1% zu dieser Steigerung bei. Organisch, das heisst unter Ausschluss der Veränderungen im Konsolidierungskreis, wuchs die Gruppe um 1,6%. Dabei stand einem soliden Wachstum des Industrie-, Möbel- und Medizin-technikgeschäftes ein starker Rückgang der Umsätze im Bereich erneuerbare Energien - insbesondere Photovoltaik - gegenüber.

 

Der konsolidierte Auftragseingang belief sich im Berichtsjahr auf €524,3 Mio., entsprechend einer Book-to-Bill Ratio von 99%.

 

Betriebsergebnis, Periodenresultat

 

Der vorläufige Betriebsgewinn (EBIT) reduzierte sich um 32% von €52,6 Mio. auf rund €36 Mio.

 

In diesem Resultat sind bereits im Vorjahr kommunizierte, nicht wiederkehrende Einmalbelastungen in Höhe von rund €16 Mio. enthalten. Sie betreffen in Höhe von knapp €12 Mio. ein Impairment auf Assets des Geschäftes mit Photovoltaikkomponenten der Sparte ELCOM/EMS. Innerhalb der Sparte Mechanische Komponenten schlug die Umstrukturierung der Tochtergesellschaft DewertOkin, verbunden mit der Verlagerung von Logistik und technischen Funktionen von Deutschland nach Ungarn, mit weiteren knapp €4 Mio. zu Buche. Die Betriebsergebnismarge erreichte 7% nach 10,5% im Vorjahr. Unter Ausklammerung der genannten Einmaleffekte betrug die EBIT-Marge knapp 10%.

 

Der betriebliche Cashflow (EBITDA) verminderte sich um 20% auf rund €56 Mio. nach €70,4 Mio. im Vorjahr. Gemäss den noch nicht auditierten Zahlen resultierte ein Periodenergebnis von etwa €23.5 Mio. Das steuerlich nicht abzugsfähige Impairment auf Assets im Bereich Photovoltaik (Sparte ELCOM/EMS) führte zu einer Erhöhung der Steuerquote im Vorjahresvergleich.

 

Entwicklung der Sparten

 

Die Sparte Gehäusetechnik profitierte von der guten Verfassung der Industriemärkte in den drei Weltregionen Europa, Asien und Amerika und steigerte Umsatz und Rentabilität erneut. Durch gute Performance in allen drei Weltregionen konnten die historischen Bestmarken für Umsatz und Betriebsergebnis aus dem Jahre 2008 knapp übertroffen werden.

 

Die hohe Investitionsbereitschaft der Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau bildete den Hauptwachstumstreiber im Industriegeschäft Rose&Krieger innerhalb der Sparte Mechanische Komponenten. Weltweit steigende Qualitätsanforderungen an Endprodukte und erhöhte Personalkosten auch in Schwellenländern eröffnen ein wachsendes Potential für unsere Automationslösungen und -komponenten. Im Bereich elektrisch verstellbarer Komfort- und Liegemöbel sowie medizintechnischer Produkte (Bereich DewertOkin) entwickelte sich vor allem der US-Markt dynamisch, während sich in Europa die Konsumzurückhaltung negativ auf Volumen und Preise auswirkte.

 

Die Sparte ELCOM/EMS litt im Berichtsjahr unter dem Einbruch des Marktes für Photovoltaikkomponenten. Hier verzeichneten wir einen Umsatzrückgang um etwa ein Drittel gegenüber Vorjahr. Hingegen entwickelten sich die Industriemärkte für unsere elektromechanischen Komponenten und Elektronikbaugruppen positiv. Aufgrund eines Impairments auf immaterielles und materielles Anlagevermögen resultierte unter dem Strich ein negatives Betriebsergebnis für die Sparte.

 

Ausblick

 

Die gedämpften Konjunkturerwartungen für die Weltwirtschaft gehen an unseren Abnehmermärkten nicht spurlos vorüber. Diese Erwartungen führen üblicherweise zu einer reduzierten Investitionsneigung in den Industriemärkten, mit spürbaren Auswirkungen vor allem im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Doch der Ausbau der Infrastruktur in den Schwellenländern und die überwiegend gut gefüllten Auftragsbücher unserer Kunden bilden solide Voraussetzungen, um für 2012 gleichwohl ein ausgewogenes Chancen/Risikoverhältnis erwarten zu dürfen. Trotz des historisch hohen Europaanteils unserer Umsätze von im Schnitt 80% sehen wir heute eher Asien als Wachstumstreiber. Neben den zweistellig wachsenden lokalen Umsätzen in diesen Märkten sind nämlich die meisten unserer Zielbranchen in Europa stark auf den Export in die asiatischen Schwellenländer ausgerichtet und dürften daher von dem für diese Märkte erwarteten Wirtschaftswachstum profitieren. Daher planen wir, auch im laufenden Jahr unsere auf langfristige Wertschöpfung ausgelegten Investitionsprogramme fortzusetzen. Unsere solide Bilanz, geringe Verschuldung und der stabile freie Cashflow bilden hierfür die beste Voraussetzung. Unser Hauptszenario geht von einem insgesamt stabilen Umfeld für 2012 aus. Erste Indikationen aus den Tochtergesellschaften und Regionen für die Monate Januar und Februar 2012 bestätigen diese Einschätzung. Ein solches Szenario dürfte gegenüber dem von Einmaleffekten geprägten Jahresabschluss 2011 eine Steigerung von Betriebsergebnis und Nettoresultat ermöglichen. Wir haben das Unternehmen darauf vorbereitet, auf allfällige Änderungen der Rahmenbedingungen schnell reagieren zu können und schauen daher - trotz Respekt vor den Herausforderungen - mit einer gesunden Portion Optimismus in die Zukunft.

 

Nächste Termine:

 

Bilanzmedienkonferenz

 24. April 2012

09.30 h

Finanzanalystenkonferenz

 24. April 2012

11.30 h